Bringt ein Coaching wirklich was?

Ich möchte heute über ein Thema sprechen, dass von vielen bejaht wird, aber letztlich dann noch nicht in Anspruch genommen wird.


Die Sache ist die, dass jeder in uns Themen hat, an denen er immer wieder oder bereits schon über einen längeren Zeitraum zu kämpfen hat.

Ich meine kein bestimmtes Problem, dafür weiss ich zu gut, dass dies viel zu individuell ist. Und ich meine auch nur solche Themen, die so belastend sind, dass sie das Leben einschränken, verändern, oder wie auch immer man es wahr nimmt.



Das Problem mit dem Problem


Diese Probleme werden dann jahrelang getragen, kaschiert, kompensiert oder abgeschoben. Und ich kann das verstehen. Denn man hofft darauf, dass es sich wieder regelt, dass man nur das und das erreichen muss, oder schlichtweg nicht weiss, dass es Möglichkeiten gibt sein Problem wenigstens erträglicher zu machen.


Damit meine ich zum Beispiel eine andere Sichtweise zu bekommen oder Lösungsansätze im aufeinander zugehen (wenn es sich um einen Konflikt handelt) zu finden, die man alleine nicht gegangen wäre oder die Kraft fehlte. Oder tausend andere Gründe.




Und hier kommt das Coaching ins Spiel


Ich hatte das Glück, dass ich mich getraut habe, mich einer sehr liebevolle Frau zu öffnen. Meine Angst war groß. Und ich hatte Zweifel. Und ja, es war am Anfang auch etwas, dass ich eigentlich vermeiden wollte.


Meine konkrete Sorge war, dass ich aus dem Gespräch laufe und mir quasi ein Positiv-Denken-Schirm aufgesetzt wird - der nach einem kleinen Windstoß dann davon fliegt. Positiv-Denken hilft auf jeden Fall. Aber es ist nicht die Lösung für jede Situation.

Es kam alles anders. Zuallererst ich bin dem Menschen, der mich damals dort hin begleitet hat, äußerst dankbar. Auch, dass dieser Mensch dran geblieben ist und nach jedem Gespräch fragte, wann das nächste sei.

Was habe ich mitgenommen


Jedes Gespräch mit dem Coach war einzigartig. Und hat mich genau dort abgeholt, wo ich aktuell stand. Und nichts wurde gefordert. Wir gingen erst weiter, wenn ich den Impuls dazu gab oder alle Ängste besprochen wurden.





Was mir aufgefallen ist


Einige Dinge, die nachher zur Besserung der Situation beigetragen hatten haben einen Impuls von außen benötigt. Es war aber ein Impuls, den ich so nicht beschreiben kann. Und das macht einen guten Coach meiner Meinung nach auch aus. Den Impuls zu wählen, auf die Art und Weise, wie man es JETZT braucht. Und dieser Impuls kann so vieles sein wie zum Beispiel eine andere Sichtweise, gütlicher Trost, einen Plan, eine Unterstützung, ein geborgenes Im-Arm-halten, eine Trennung, eine Abgrenzung, Verstädnis, Hoffnung, ... je nachdem was DU zu diesem Zeitpunkt brauchst.



Mein Fazit


Es wird viel zu wenig in Anspruch genommen. Das ist schade. Ich frage mich aber warum. Ist es zu teuer? Wir sind doch das Wertvollste und wir sollten uns nicht scheuen uns selbst etwas Gutes zu tun. Ich bin mir sicher, dass ich den einen oder anderen Pullover lieber in eine Gesprächsstunde hätte fließen lassen sollen. Das eine oder andere Geschenk wäre besser in einem Gutschein - für alle Fälle - investiert gewesen. Oder liegt es daran, dass es negativ behaftet werden kann, weil man Support braucht? Da kann ich nur sagen, dass das niemand wissen muss. Und es den anderen ihr Problem ist.