Was genau ist Glück?

Ich will glücklich sein.

Ja, das ist eine gute Idee. Was braucht es denn dafür?




Diese Frage ist scheinbar einfach und zugleich unfassbar schwer.

Dabei sollte wohl erst einmal gefragt werden, was denn genau glücklich sein ausmacht.



Alle wollen es - aber was genau?


Fragt man hundert Menschen, kann man sicher sein, dass hundert verschiedene Antworten kommen. Man könnte lange darüber diskutieren, welche Antwort denn die Beste ist, ob es Geld, Familie, Gesundheit, einen Standard, einen Job, eine Figur etc. ist. Bei einem kann man sich aber sicher sein. Es wollen alle glücklich sein und es hat etwas mit einem mentalen Gefühl zu tun, dass einen Glück fühlen lässt, egal um was für ein "Ziel/Zustand" es sich handelt, dass das glücklich sein definiert.


Glücklich sein ist also ein individuell definierter Zustand. Die Menschen neigen dazu zu denken, dass wenn MIR Sache X oder Zustand Y gut tut, dass das für jemand anderen auch gilt. Das ist ein fataler Trugschluss, der die Individualität der Menschen außer Acht lässt.

Für den einen ist ein ruhiger Vormittag mit einem Buch und einer Tasse Tee auf dem Balkon eine wahre Pracht. Für jemand anderen kann das unerträglich sein, weil er einfach ein Mensch ist, der gerne in Bewegung ist und darin sein Glück findet. Manch einer kocht total gerne. Ein anderer wiederum findet das langweilig und hat gar keine Lust dazu.

Den anderen Menschen dabei zu respektieren, dass er sein Glück so empfindet und dass das OK ist, ich es aber jederzeit anders machen kann, macht es um einiges einfacher.



Das eine geht nicht ohne das andere


Damit ist gemeint, dass alles in unserer Welt Licht und Schatten hat - oder auch positiv und negativ. Es gibt immer einen Zustand des Gegenteils. Man könnte es auch mit Ying und Yang vergleichen. Es braucht Beides um zu existieren. Keine Entspannung ohne Anspannung im gesunden Wechsel. Mir hat jemand dazu mal gesagt, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt, sonst gäbe es das Problem nicht. Danke an dieser Stelle hierfür.


Die Vorstellung, dass es das unglücklich-sein in der Welt doch gar nicht braucht, kann ich nicht unterstützen. Das braucht es und das darf auch sein. Es ist völlig ok, wenn du dich scheiße fühlst. Du hast ein Recht darauf! Ich kann dir dazu nur sagen, wo Schatten ist, gibt es auch wieder Licht. Nur der Moment wo man gerade steht, ist so wie er ist und keiner weiss, ob es morgen oder erst in dreizehn Jahren wieder gut ist. Es ist aber möglich, weil das eine nicht ohne das andere existieren kann. Aus dem unglücklich-sein entstehen manchmal Energien, Entscheidungen oder Situationen, die einen dazu bewegen zu reflektieren, zu ändern oder auch einfach nur anzunehmen was ist und es entsteht dabein einfach Ruhe. Und letztlich wird dann der Zustand des glücklich sein auch so wahrgenommen.




Die Sache mit dem positiv denken


Auch hier: Ja UND nein. Es ist grundsätzlich hilfreich positiv zu denken. Es ist aber nicht die Lösung für alles. Zum einen, weil du dir selbst erlauben darfst scheiße drauf zu sein, weil es nun einfach IM MOMENT dein Schatten ist. Wer weiss für was dieser Schatten wieder gut ist. Es ist eben auch eine Energie aus der wieder etwas entstehen kann - zum Beispiel, dass es drei Tage dauert bis du zum Entschluss kommst, dass es doch etwas positives hatte und du eben erst jetzt die Energie dazu hattest, wieder in das Licht zu kommen.

Vertraue auf das Leben, dass es so wird, wie es wird und lass die Kontrolle los. Es ist ebenso ein Trugschluss, dass wir meinen alles unter Kontrolle haben zu müssen - haben wir nämlich gar nicht ;)



Immer geht es um das eine...


...nämlich darum, dass wir es fühlen wollen. Dass das glücklich sein über ein Gefühl in dir kommt und geht.

Ich möchte damit sagen, dass die mentale Gesundheit, die wichtigste ist und diese maßgeblich für dein glücklich sein ist.

Ein kleines Beispiel: Dein Arm kann gebrochen sein und es ist für dich zwar nicht toll, aber du kommst damit klar. Es nervt vielleicht, aber im Großen und Ganzen geht es dir ganz gut.

Die andere Situation kann sein, dass dein Arm gebrochen ist und für dich nun eine Welt zusammen bricht, weil du Sache X JETZT nicht mehr tun kannst. Du fühlst dich absolut beschissen. Dein mentaler Zustand geht über den Fakt, dass einfach nur dein Arm gebrochen ist und er ja schon im Heilungsprozess ist. Der mentale Zustand hat aber einen viel größeren Einfluss auf dich, als der gebrochene Arm. Darum meine ich, dass dieser mentale Zustand so wichtig ist.


Danke für's Lesen.